Angst vor fremden Menschen: 5 goldene Tipps, die helfen können

Angst vor fremden Menschen: 5 goldene Tipps, die helfen können

In diesem Blogpost erfährst du:

  • Wie ich durch die Hardcore-Methode meine Angst überwinden konnte
  • Warum es kontraproduktiv ist, sich zu sehr mit seiner Angst auseinanderzusetzen
  • Was Lord Voldemort mit deiner sozialen Angst zu tun hat
  • Wie du in sozialen Situationen unaufhaltsam wirst
  • Und vieles mehr…

Als Kind hat es dir deine Mutter mit erhoben Zeigefinger eingebläut: „Nimm dich in Acht vor fremden Menschen!“

Du warst noch ein naiver Rotzlöffel, höchstens 30 Kilo schwer und dein Pipimann war noch kleiner als ein Radieschen…

… und dennoch hast du das Tamtam nicht verstanden.

„Was soll denn so schlimm an Fremden sein?“, dachtest du dir.

Aber du hast in den Gesichtszügen deiner Mutter erkennen können, dass sie ernsthaft besorgt ist und dich dazu entschieden, ihr in dieser Sache zu vertrauen.

Fremder Mensch = Gefahr, hallte es in deinem Kopf, während du den TV angeschaltet hast, um die neueste Pokemon-Folge anzuschauen, unwissentlich, wie sehr dir diese Konditionierung später in den Arsch beißen wird.

Hier stehst du nun. Ein ausgewachsener Mann. Jetzt wiegst du deutlich mehr als 30 Kilo; du wärmst dich mit mehr Gewicht auf der Hantelbank auf. Und dein Pipimann hat sich von einem Rettan zu einem Arbok weiterentwickelt.

Und dennoch hast du ANGST.

Angst vor fremden Menschen.

Angst davor, was sie von dir halten könnten.

Angst davor, sich vor ihnen zu blamieren.

Sie ist sogar so stark, dass sie dich davon abhält, dich zu sozialisieren, weil du davor schon weißt, wie unwohl du dich fühlen wirst.

Kommt dir dieses Gefühl bekannt vor?

Die Wahrheit ist, dass diese Angst nicht immer aus der Kindheit stammen müssen. Und selbstverständlich ist nicht immer die überfürsorgliche Mutter daran schuld.

Oft kann sie auch nach einer traumatischen, sozialen Erfahrung entstehen oder ist die logische Folge von mangelndem Selbstwertgefühl.

Was auch immer der Grund ist, warum DU darunter leidest, heute wirst du Tipps erfahren, die dir WIRKLICH helfen können.

Denn im Internet findet man viele Artikel, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, aber viele davon geben Tipps wie „Glaub einfach an dich und scheiß drauf, was andere denken!“.

Sehr hilfreich…

Als wärst du nicht schon selbst darauf gekommen…

Nach diesem Artikel wird dir klar werden, warum das kontraproduktiv ist.

Tipp #1: Wie ich meine Angst überwunden habe (die Hardcore-Methode)

Heute glauben mir viele nicht mehr, wenn ich das sage, aber holy sh**, hatte ich eine Angst vor fremden Menschen…

Meine Freunde und Familie wussten nicht, dass ich extrem unzufrieden mit meinem sozialen Leben war, denn in ihrer Gegenwart war von dieser Angst nichts zu erkennen.

Kein Stottern, keine Schweißausbrüche, kein Herzrasen…

Doch sobald ich einen Menschen nicht kannte, war alles anders, besonders wenn dieser Mensch (Achtung, Panik auslösendes Wort folgt) WEIBLICH war…

Dieses Gefühl wurde immer stärker.

Anfangs war es lediglich ein leichtes Unbehagen, wenn ich mit einer Frau interagiert habe, doch es ging so weit, dass sogar das Bezahlen an der Kasse eines Supermarktes bedeutete, dass ich kurz davor war, mich einzuscheißen.

Es war ein Teufelskreis.

Je mehr Angst ich vor bestimmten Situationen hatte, desto schlimmer wurden sie. Je schlimmer diese Situationen wurden, desto mehr Angst bekam ich vor den nächsten Situationen, die auf mich lauerten.

Es fühlte sich so an, als hätte der Teufel meine Eier fest in seiner Hand (auf die asexuellste Art und Weise) und als hielte er mein Gehirn in einem mentalen Käfig gefangen.

Ich fragte mich, wieso andere Menschen keine Probleme damit hatten, Dinge zu tun wie neue Freundschaften zu schließen oder in Nachtclubs zu gehen. (Nachtclubs sind für Menschen mit sozialen Ängsten die Hölle auf Erden.)

Wie ich mich aus dem Hodengriff des Teufels gelöst habe?

Nun, es gab natürlich einige Dinge, die ich dafür unternommen habe, aber am effektivsten war eine Form der Konfrontationstherapie.

Der Haken an dieser Methode ist, dass sie verdammt viel Willensstärke benötigt.

Was ich quasi getan habe, ist, meine Angst als einen Kompass zu sehen.

Sobald ich eine Situation gewohnheitsbedingt vermieden habe, weil ich Angst davor hatte, habe ich mich dabei ertappt und diese Situation… (Ja, du hast richtig geraten)…

… TROTZDEM GETAN.

  • Wenn ich einen großen Bogen um einen Menschen machte, um nicht in eine Konversation verwickelt zu werden → sprach ich sie an.
  • Wenn ich den Weg nicht wusste → fragte ich einen Passanten, anstatt mich auf mein Handy zu verlassen.
  • Wenn in der Uni eine Person die Ergebnisse einer Projektarbeit vortragen musste → meldete ich mich freiwillig.

Diese Methode ist nicht einfach.

ALLES wird sich in dir sträuben.

Dein Gehirn wird 100 Ausreden erfinden, warum das jetzt gerade „nicht der richtige Zeitpunkt“ ist…

Aber wenn du es erstmal hinter dir hast, wird ein Gefühl purer Euphorie in dir wach.

Dieses Gefühl ist so stark und beflügelnd, dass du es wieder fühlen willst, egal wie viele gegensätzliche Emotionen du dafür bezwingen musst.

Egal, ob du davor kotzen musst (ist mir auch schon passiert).

Sobald du es EINFACH TUST, kommst du deinem Ziel der sozialen Freiheit einen großen Schritt näher.

Was mich vor allem verwunderte, war die Tatsache, dass es anscheinend KOMPLETT EGAL war, wie die Sache ausging oder wie andere auf mich reagierten.

Ganz im Gegenteil: Je negativer die Reaktion, desto größer war mein Lerneffekt.

Menschen mit sozialer Angst fürchten sich nämlich vor nichts mehr als vor negativen Reaktionen anderer auf etwas, das sie tun oder sagen.

Aber je öfter du am eigenen Leib erfährst, dass du danach noch lebst und unversehrt bist, desto schneller realisierst du eins:

Dass das Interagieren mit fremden Artgenossen der menschlichen Spezies überhaupt kein Stress ist, Brudah <3.

Tipp #2: Die verzwickte Beziehung zwischen Fokus und Angst

Wenn du in sozialen Situationen nervös wirst, dann passiert es oft, dass du dich selbst und deine Verhaltensweisen zu stark wahrnimmst.

Nehmen wir mal an, ich schreibe diesen Artikel gerade vor einem Publikum, das alles, was ich tippe, auf einer großen Leinwand mitverfolgen kann.

(Und nehmen wir an, ich könnte mit dieser Situation nicht umgehen.)

Was dann passieren würde, ist, dass ich mich weniger auf den Bildschirm oder die Tastatur konzentriere und weniger auf das, was ich als Nächstes schreiben werde.

Die Qualität des Artikels würde dadurch eingeschränkt werden und ich würde mich immer mehr nach Innen kehren.

Ich würde zu stark wahrnehmen, wie lange ich für den nächsten Satz brauche und jedes Wort zu sehr auf die Goldwaage legen.

Als Folge würde ich nervös werden. Sehr nervös.

Und das wäre mir selbst mehr als bewusst. Ich würde mir einreden, dass es auch von außen sichtbar ist und letztendlich nur noch nervöser werden.

All das würde mir passieren, wenn ich folgenden, simplen Trick nicht kennen würde:

Shifte deinen Fokus auf die Situation und die Menschen, mit denen du redest.

Du brauchst gar nicht zu versuchen, zum Beispiel zu denken „Sei nicht nervös“ oder „Lass dich von den Menschen nicht einschüchtern“…

Es wird dir nicht gelingen.

So funktioniert unser Hirn nämlich nicht.

Das ist so, als würdest du versuchen, nicht an diesen verfi*#ten rosa Elefanten zu denken.

Viel Erfolg.

Was du aber machen kannst, ist, den Fokus auf etwas anderes zu erhöhen.

Wenn du dich auf etwas konzentrierst, das außerhalb von dir ist, dann vermeidest du, dass du dich immer mehr in deinem eigenen Kopf verfährst.

Fokus spielt eine extrem große Rolle, wenn es um Emotionskontrolle geht.

Das sagt auch Tony Robbins in seinem berühmten Zitat:

Tipp #3: Sag „Voldemort“

Der wahrscheinlich mächtigste dunkle Magier aller Zeiten versetzt die Zauberer-Welt in Angst und Schrecken.

Sie fürchten ihn so sehr, dass niemand es auch nur wagt, seinen Namen laut auszusprechen…

Aber ich lebe gerne am Limit, also scheiß drauf, ich sag’s jetzt einfach. VOLDEMORT!

Wenn du schon Angst davor hast, etwas zu benennen, dann wirst du die Angst vor der eigentlichen Sache niemals los.

Aus diesem Grund solltest du deine Angst genau definieren.

Erzähle ein paar Freunden, wovor du GENAU Angst hast.

In welchen Situationen fühlst du dich unwohl? Wie lassen sie dich fühlen? Welche Situationen sind schlimmer als andere?

Nimm dir die Zeit, um deine Angst so detailliert wie möglich zu beschreiben.

Durch deine Definition limitierst du sie. Du schachtelst sie ein. Du grenzt Situationen bewusst aus, die nicht zu deiner Beschreibung passen.

Wir Menschen fürchten nichts mehr als das Unbekannte.

Ich habe mal mit einem Kumpel das Spiel „Until Dawn“ durchgezockt. (Sehr empfehlenswert, übrigens!)

Es ist ein Horror-Spiel, das so designed wurde, dir so viel Angst wie möglich einzujagen.

Die Handlung ist typisch: Ein Freundeskreis wird kontinuierlich von mysteriösen „Monstern“ angegriffen und vereinzelt getötet… Doch niemand kriegt sie zu Gesicht.

Niemand weiß, ob es sich um einen oder mehrere Killer handelt, um ein wild gewordenes Tier oder um einen Dämon.

Ich will nicht zu viel verraten, vielleicht hast du ja vor, es ebenfalls zu spielen, aber ich kann so viel sagen:

Dieses mysteriöse „Etwas“ ist absolut furchteinflößend.

Aber weißt du, was das Interessante ist?

So furchteinflößend es auch war, konnte man sich dennoch endlich etwas entspannen, nun da man wusste, was es war.

Nicht zu wissen, wovor man sich eigentlich fürchtet, ist viel schlimmer als der eigentliche Feind.

Setz dich also auf deinen Allerwertesten und schreib auf, wie sich deine Angst auszeichnet.

Wenn du dann auch noch mit einem oder mehreren Menschen darüber redest, kann das sehr hilfreich sein.

Tipp #4: Bring den Ball ins Rollen

Wenn du kein Marsmännchen bist, dass erst vor Kurzem auf der Erde gelandet ist, dann hast du bestimmt schon mal einen Schneeball durch den Schnee gerollt.

Was passiert?

Er wird immer größer.

Und das von ganz allein. Das Einzige, was man hierfür tun muss, ist, ihn immer wieder leicht anzuschubsen.

So ist es mit deinem „sozialen Ich“ auch. Es braucht ein paar Schubser, kommt dann aber von alleine ins Rollen und ist irgendwann unaufhaltsam.

Du kannst dir nicht mal in deinen kühnsten Albträumen vorstellen, eine fremde Frau anzusprechen?

Musst du ja auch nicht.

Fang einfach mit dem simpelsten Schritt an und bau ihn dann auf.

Zum Beispiel so:

  1. Halte den Augenkontakt mit einer fremden Person für 3 Sekunden
  2. Halte den Augenkontakt mit einer fremden Person für 5 Sekunden
  3. Frag nach etwas Unschuldigem wie der Zeit oder dem Weg
  4. Frag etwas und füg ein Kompliment an, wenn du gehst
  5. Gib ein Kompliment

Du musst nicht von 0 auf 100. Du musst nur von 0 zu 1. Jeder einzelne noch so kleine Schritt, der dich aus deiner Komfortzone bringt, ist pures Gold wert.

Am Ende wirst du dich dabei erwischen, wie du auf einmal eine heiße Frau ansprichst, ohne dass es ein Problem dargestellt hätte.

Wenn du erstmal richtig sozial aufgewärmt bist, dann fühlt sich das Sozialisieren so an, als wärst du Super Mario, der gerade einen Stern eingesammelt hat und dadurch unverwundbar ist.

Tipp #5: Vergleiche dich mit niemandem

Jedes Mal, wenn ich – als ich noch vor fremden Menschen eingeschüchterter war als ein Hoppelhäschen – in einen Club ging, habe ich die Welt nicht mehr verstanden…

„Was geht denn hier ab?“, dachte ich mir.

Eine tobende Tanzfläche, freizügig gekleidete Frauen, Männer, die eine ganze Gruppe zum Lachen bringen… Alle schienen eine bombastische Zeit zu haben. Außer mir.

Dies gab meiner Angst eine erschreckende Kraft, denn hinzukam der Gedanke, dass irgendetwas mit mir falsch ist.

Warum kann ich nicht so extrovertiert sein wie die anderen? Warum kann ich nicht einfach Spaß haben und neue Leute kennenlernen?

Ich gebe dir jetzt einen Rat, der dein Leben positiv verändern wird:

Vergleich dich nicht mit anderen.

Warum?

Zwei Gründe:

  1. Du kennst ihre Hintergründe nicht
  2. Es schadet deinem Selbtwertgefühl

Rechts von dir tanzt eine Gruppe von Frauen so, als hätte jede von ihnen einen spontanen, epileptischen Anfall.

Vor dir befindet sich eine Gruppe von australischen Männern. Sie sind schon seit Mittag betrunken und sind gerade dabei, ihre T-Shirts auszuziehen und dem Club ihre behaarten, von Schweiß durchnässten Bäuche zu präsentieren.

Links von dir ist dein Kumpel Mike, der gerade mit einem Walross rummacht und dabei viel zu viel Zunge benutzt…

Willst du wirklich so sein?

Und wie gesagt, du kennst ihre Hintergründe nicht. Diese Studie zeigt, dass Menschen eher ihre positiven Emotionen zum Vorschein bringen und die negativen vor der Außenwelt verstecken.

Der ungehemmte Spaß, den sie gerade haben, könnte also auch einfach nur Frust mit einer Faschingsmaske sein.

Glaub mir, jeder Mensch hat seine Unsicherheiten.

In dem Moment, indem du deine Unsicherheit als „problematisch“ betrachtest, erschwerst du deinen Umgang damit.

Zu denken, dass du der Einzige bist, der keinen Spaß haben kann, ist erstens nicht wahr und zweitens limitierend.

Statt dich mit diesen Gedanken auseinanderzusetzen, solltest du lieber Tipp #4 befolgen und den Spaß von unten aufbauen.

Du brauchst Hilfe?

Männern zu helfen, ihre sozialen Ängste zu überwinden, ist unsere Spezialität.

Gemeinsam mit anderen Coaches konnten wir schon hunderten Männern unter die Arme greifen.

Erst letztens hatte ich ein Telefonat mit einem Mann, der von Ansprechangst und Angst vor Abweisung geplagt wurde.

Er hat mich gefragt, ob er diese Ängste an nur einem Wochenende überwinden könnte. Er fragte, weil er wissen wollte, ob unser Bootcamp (= Wochenend-Coaching) das Richtige für ihn ist.

Ich musste lachen.

„Bro, ich kann natürlich nichts versprechen, aber ich glaube, dass du sie in der ersten Coaching-Nacht schon ablegen wirst“, antwortete ich.

Dies kann ich so selbstbewusst behaupten, weil ich es schon so oft gesehen habe, dass ich selbst dann daran glauben müsste, wenn ich der zweifelndste Mensch auf Erden wäre.

Und so kam es auch. Schon am zweiten Tag war von seinen Ängsten keine Spur.

Er behauptete sogar: „Es fühlt sich jetzt sogar so an, als hätte ich dich angelogen, als ich dir von meinen Ängsten erzählt habe. Du hast es tatsächlich geschafft.“

Dieser Mann hat sein neues Selbstbewusstsein nach dem Coaching mit nach Hause genommen und kreiert gerade das Liebesleben, das er sich schon immer gewünscht hat.

(Ich weiß, dass er meinen Blog liest. Nachricht an ihn: Freut mich sehr, keep it up!)

Mehr zu unseren Bootcamps erfährst du hier:

http://www.attractiongym.de/bootcamp/

Möge die Macht mit dir sein.

Klaus

Willst du 23 Copy-Paste-Sätze, um nie wieder langweilige Gespräche zu führen?

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Ja, gib mir diese Beispielsätze!

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